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© Fa. ALTOS intern, 1992

 
 

Neuzeit hat begonnen

 
 


Vollmann-Fassungen: Spot an für die EDV

Die Firma Vollmann in Gevelsberg produziert Fassungen für Leuchten. Das Unternehmen mit seinen ca. 125 Mitarbeitern steht mit einer Tagesproduktion von ca. 170.000 Fassungen mit an der europäischen Spitze. Kunden sind die Hersteller von Leuchten sowie Großhändler. Nicht weniger als 1.500 Einzelteile müssen eingekauft werden, um das Endprodukt aus Thermoplast, Duroplast, Metall oder Porzellan herstellen zu können. Einsatzbereiche sind der private und Office-Bereich, aber auch großdimensionierte Anlagen etwa für Straßenbeleuchtung, Stadien und Gewächshäuser. Über 50 % der Produktion wird exportiert.

Differenzierte Aufgabenstellung
Für die zu installierende Anlage lag also eine durchaus komplexe Aufgabenstellung vor. Und auf die mit der Vorplanung beauftragten Herren Kirschbaum und Spintge wartete im Unternehmen eine echte Pionierarbeit.

Herr Kirschbaum (Produktionsplanung) war unmittelbar für die Planung, Realisation und Betreuung der Anlage ins Vollmann-Mitarbeiter-Team gekommen; Herr Spintge (Produktentwicklung) brachte sein Know-how aus anderen Unternehmen sowie einen ausgeprägten persönlichen Ehrgeiz für anspruchsvolle Zielsetzungen in der Elektronik mit.

Aus heutiger Sicht wundert es beide Herren, wie das Unternehmen lediglich mit der PC-Anlage für die Finanzbuchhaltung über all die Jahre die Datenflut bewältigen konnte. Die Umstrukturierung fand neben dem kaufmännischen Bereich inzwischen auch in der Konstruktionsabteilung statt, wo anstelle von Zeichenbrettern mehrere netzwerkverbundene PCs mit AUTO CAD eingesetzt werden.

Defizit als Vorteil…
Die scheinbaren Defizite in der Ausstattung werden heute durchaus als glücklicher Umstand angesehen. Denn "einsteigen war leichter als umsteigen" - so Ulrich Spintge heute. In der Tat: Eine Entscheidung ohne Rücksichten auf vorhandene Anlagen oder persönliche Präferenzen war nun möglich.

Entsprechend schnörkellos fiel der Forderungskatalog aus, der nach einer internen betrieblichen Analyse erstellt wurde. Zwei vorrangige Bedingungen waren das "Muß":

1. Unix-System
2. PPS-Ausstattung

Für UNIX, so Herr Spintge, sprach aus Unternehmenssicht alles: Professionalität, Offenheit, Flexibilität der Hardware-Ausstattung, Kompatibilität in der Software und das große Programm-Angebot.

Die Leistungen des Planungs- und Produktionssystems PPS waren die zweite Vollmann-Bedingung. Darüber hinaus waren breite Anwendungsfelder für praktisch alle Unternehmensbereiche gefordert:

Einkauf
Kalkulation (Vor- und Nachkalkulation)
BDE = Betriebsdatenerfassung
Buchhaltung
Verkauf
Fertigungssteuerung
Disposition

Startphase
Auf der CeBIT '89 wurden nach den genannten Kriterien erste Kontakte zu Anbietern aufgenommen. Kriterium für die Partnerwahl war natürlich auch, wer die optimale Leistung auf Basis des 200.000,- DM-Budgets in Aussicht stellte.

Nachdem zunächst 5 Anbieter der engeren Wahl den harten Kandidatenkern bildeten, entschied man sich schließlich für ALTOS-Partner ORGAPLAN in Werl. Eine Wahl, in der man sich im nachhinein bestätigt fühlt - nicht zuletzt durch eine Termintreue, die eher als selbstverständlich gilt, sondern z. B. durch einen Service, der auch ohne Wartungsvertrag (in der Garantiezeit) bei einem System-Ausfall den Schaden innerhalb 24 Stunden behob.

Installation
Bei Vollmann ging man zunächst von einem hohen Aufwand für eine kostenintensive Individual-Software aus. Im ORGAPLAN-Konzept zeigte sich aber schon bald, daß ganz überwiegend kostengünstige Standard-Software die Ansprüche abdecken konnte. Nach halbjähriger Planungsdauer wurde das im Kasten unten dargestellte Paket installiert.

Als zusätzliche Peripherie wurden neben 12 Bildschirmarbeitsplätzen und 4 Druckern ein Telefaxgerät in Anbindung zur Textverarbeitung integriert, das hinsichtlich Komfort und Amortisation alle Wünsche erfüllt.

Einführung
Die Akzeptanz der Mitarbeiter in der Einführungsphase wurde dadurch begründet, daß vor allem Jörg Kirschbaum zusätzlich zur Einweisung durch ORGAPLAN eine individuelle Schulungs- und Überzeugungs-Arbeit im Hause durchführte. So wurde nach den obligatorischen Startproblemen häufig der Wunsch geäußert, noch stärker in die Möglichkeiten des Systems eingebunden zu werden. Vorstellungen, denen die Benutzerfreundlichkeit der Software entgegenkommt.

Im Datenfluß wird weitestgehend auf hierarchische Elemente verzichtet. Der Einkauf kann Marketing-Daten abrufen; der Vertrieb kann sich auf Wunsch auf Buchhaltungs-Daten stützen und hat Zugriff auf Dispositions-Informationen. Überhaupt steht bei der Software die Integration im Vordergrund. Diese Vorteile wogen bald sogar den zunächst befürchteten "Verlust an Flexibilität" auf. Womit angesprochen werden soll, daß innerhalb nun festgelegter Strukturen spontane manuelle Eingriffe dennoch möglich sind.

Kapazität
Die nunmehr gut zweijährige Anlage scheint von der Kapazität bis auf weiteres gut gerüstet. Für die Software zur Verwaltung des im Bau befindlichen Hochregallagers mit über 4.000 Paletten muß indes für die Lagerverwaltung erweitert werden. Eine Aufgabe, so die beiden Herren von Vollmann abschließend, der man mit Zuversicht entgegensieht. Schließlich hat man ja bewährte Gesprächspartner und qualifizierte Ausstatter…

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