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Vollmann-Fassungen: Spot an für
die EDV
Die Firma Vollmann in Gevelsberg produziert
Fassungen für Leuchten. Das Unternehmen mit seinen ca. 125 Mitarbeitern
steht mit einer Tagesproduktion von ca. 170.000 Fassungen mit an
der europäischen Spitze. Kunden sind die Hersteller von Leuchten
sowie Großhändler. Nicht weniger als 1.500 Einzelteile müssen eingekauft
werden, um das Endprodukt aus Thermoplast, Duroplast, Metall oder
Porzellan herstellen zu können. Einsatzbereiche sind der private
und Office-Bereich, aber auch großdimensionierte Anlagen etwa für
Straßenbeleuchtung, Stadien und Gewächshäuser. Über 50 % der Produktion
wird exportiert.
Differenzierte Aufgabenstellung
Für die zu installierende Anlage lag also eine durchaus komplexe
Aufgabenstellung vor. Und auf die mit der Vorplanung beauftragten
Herren Kirschbaum und Spintge wartete im Unternehmen eine echte
Pionierarbeit.
Herr Kirschbaum (Produktionsplanung) war unmittelbar
für die Planung, Realisation und Betreuung der Anlage ins Vollmann-Mitarbeiter-Team
gekommen; Herr Spintge (Produktentwicklung) brachte sein Know-how
aus anderen Unternehmen sowie einen ausgeprägten persönlichen Ehrgeiz
für anspruchsvolle Zielsetzungen in der Elektronik mit.
Aus heutiger Sicht wundert es beide Herren, wie
das Unternehmen lediglich mit der PC-Anlage für die Finanzbuchhaltung
über all die Jahre die Datenflut bewältigen konnte. Die Umstrukturierung
fand neben dem kaufmännischen Bereich inzwischen auch in der Konstruktionsabteilung
statt, wo anstelle von Zeichenbrettern mehrere netzwerkverbundene
PCs mit AUTO CAD eingesetzt werden.
Defizit als Vorteil…
Die scheinbaren Defizite in der Ausstattung werden heute durchaus
als glücklicher Umstand angesehen. Denn "einsteigen war leichter
als umsteigen" - so Ulrich Spintge heute. In der Tat: Eine Entscheidung
ohne Rücksichten auf vorhandene Anlagen oder persönliche Präferenzen
war nun möglich.
Entsprechend schnörkellos fiel der Forderungskatalog
aus, der nach einer internen betrieblichen Analyse erstellt wurde.
Zwei vorrangige Bedingungen waren das "Muß":
1. Unix-System
2. PPS-Ausstattung
Für UNIX, so Herr Spintge, sprach aus Unternehmenssicht
alles: Professionalität, Offenheit, Flexibilität der Hardware-Ausstattung,
Kompatibilität in der Software und das große Programm-Angebot.
Die Leistungen des Planungs- und Produktionssystems
PPS waren die zweite Vollmann-Bedingung. Darüber hinaus waren breite
Anwendungsfelder für praktisch alle Unternehmensbereiche gefordert:
Einkauf
Kalkulation (Vor- und Nachkalkulation)
BDE = Betriebsdatenerfassung
Buchhaltung
Verkauf
Fertigungssteuerung
Disposition
Startphase
Auf der CeBIT '89 wurden nach den genannten Kriterien erste Kontakte
zu Anbietern aufgenommen. Kriterium für die Partnerwahl war natürlich
auch, wer die optimale Leistung auf Basis des 200.000,- DM-Budgets
in Aussicht stellte.
Nachdem zunächst 5 Anbieter der engeren Wahl den
harten Kandidatenkern bildeten, entschied man sich schließlich für
ALTOS-Partner ORGAPLAN in Werl. Eine Wahl, in der man sich im nachhinein
bestätigt fühlt - nicht zuletzt durch eine Termintreue, die eher
als selbstverständlich gilt, sondern z. B. durch einen Service,
der auch ohne Wartungsvertrag (in der Garantiezeit) bei einem System-Ausfall
den Schaden innerhalb 24 Stunden behob.
Installation
Bei Vollmann ging man zunächst von einem hohen Aufwand
für eine kostenintensive Individual-Software aus. Im ORGAPLAN-Konzept
zeigte sich aber schon bald, daß ganz überwiegend kostengünstige
Standard-Software die Ansprüche abdecken konnte. Nach halbjähriger
Planungsdauer wurde das im Kasten unten dargestellte Paket installiert.
Als zusätzliche Peripherie wurden neben 12 Bildschirmarbeitsplätzen
und 4 Druckern ein Telefaxgerät in Anbindung zur Textverarbeitung
integriert, das hinsichtlich Komfort und Amortisation alle Wünsche
erfüllt.
Einführung
Die Akzeptanz der Mitarbeiter in der Einführungsphase wurde dadurch
begründet, daß vor allem Jörg Kirschbaum zusätzlich zur Einweisung
durch ORGAPLAN eine individuelle Schulungs- und Überzeugungs-Arbeit
im Hause durchführte. So wurde nach den obligatorischen Startproblemen
häufig der Wunsch geäußert, noch stärker in die Möglichkeiten des
Systems eingebunden zu werden. Vorstellungen, denen die Benutzerfreundlichkeit
der Software entgegenkommt.
Im Datenfluß wird weitestgehend auf hierarchische
Elemente verzichtet. Der Einkauf kann Marketing-Daten abrufen; der
Vertrieb kann sich auf Wunsch auf Buchhaltungs-Daten stützen und
hat Zugriff auf Dispositions-Informationen. Überhaupt steht bei
der Software die Integration im Vordergrund. Diese Vorteile wogen
bald sogar den zunächst befürchteten "Verlust an Flexibilität" auf.
Womit angesprochen werden soll, daß innerhalb nun festgelegter Strukturen
spontane manuelle Eingriffe dennoch möglich sind.
Kapazität
Die nunmehr gut zweijährige Anlage scheint von der Kapazität bis
auf weiteres gut gerüstet. Für die Software zur Verwaltung des im
Bau befindlichen Hochregallagers mit über 4.000 Paletten muß indes
für die Lagerverwaltung erweitert werden. Eine Aufgabe, so die beiden
Herren von Vollmann abschließend, der man mit Zuversicht entgegensieht.
Schließlich hat man ja bewährte Gesprächspartner und qualifizierte
Ausstatter…
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