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Mit Lampenfassungen auf Erfolgskurs
Firma Vollmann muß größer werden: Neubau gleich über die Straße
geplant
Grundstücksrangelei mit der Stadt scheint gütlich
ausgestanden
Gevelsberg. (GP) Die auf beiden Seiten seit Ende
1988 grummelnden "Bauchschmerzen" scheinen kuriert: in nichtöffentlicher
Sitzung sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses für Beschäftigungs-
und Wirtschaftsförderung Mittwoch abend im Rathaus einmütig dafür
aus, Hauptausschuß und Rat den Verkauf von rund 7.000 Quadratmetern
städtischen Gewerbegrundes an die Firma Vollmann zu empfehlen. Im
Gewerbepark In den Weiden, Rosendahler- und Gewerbestraße will der
Hersteller von Edison-Fassungen seinen Betrieb erweitern; möglichst
so rasch, daß der neue Baukörper Ende des Jahres bezogen werden
kann.
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Produktionsabläufe und -verfahren erläuterte
Juniorchef Axel Vollmann (Mitte) den Mitgliedern des städtischen
Ausschusses für Beschäfitigungs- und Wirtschaftsförderung
bei ihrem Firmenrundgang. (Foto: Sauerborn) © Rundschau
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Die Otto Vollmann GmbH und Co. KG platzt an ihrem
Hauptsitz Rosendahler Straße 98 aus allen Nähten. Seit Ende '88
laufen deshalb Planungs- und Grundstücksverhandlungen mit der Stadt.
Wobei eine familieneigene Tennishalle gleich neben dem Produktionsbetrieb
ebenso Bauchschmerzen auslöste (aus Politikerkreisen wurde gefordert,
zunächst einmal diese der Produktionsfläche zuzuschlagen) wie der
Fakt, daß eine private Vollmann-Zahnarztpraxis im Zuge des Fabrikneubaus
ebenfalls von wirtschaftsfördernd heruntersubventionierten Grundstückspreisen
profitiert. Stimmt der Rat des neuesten Firmen-Planung zu, so entsteht
längs der Rosendahler Straße ein das Straßenniveau elf Meter überragendes
(und vier Meter abgegrabenes) Schmalganglager von 715 Quadratmetern,
eine Produktionshalle von 1.750 qm und ein Versandlager von 425
qm. In den hellen, von Grün gesäumten Baukörper aus Gasbeton sind
die Arztpraxis und eine Wohnung integriert.
Ein neues Vollmann-Produktionsverfahren ist inzwisch
patentiert.
Seine zweite Sitzung nutzte der junge Wirtschaftsförderungsausschuß
zuvor zu einer Betriebsbesichtigung der Firma Vollmann. Juniorchef
Axel Vollmann gab bereitwillig Auskunft und versuchte beim anschließenden
Betriebsrundgang durchs "Chaos vor Ort" (Vollmann) die Politiker
von der dringenden Notwendigkeit einer Firmenerweiterung zu überzeugen.
Nach einem Großbrand Anfang 1984 mußte der (unterversicherte)
Hersteller von Lampenfassungen sich neu firmieren, voll auf Wachstum
setzen. Das gelang so gut, daß der '85 bezogene, um 50 Prozent größere
Neubau schnell wieder ausgelastet war. Das lag zum einen am allgemeinen
Boom und guten Aufträgen aus dem Ausland (55 Prozent gehen in den
Export, davon wieder 75 Prozent auf den europäischen Markt, weitere
Kunden sitzen in Nah- und Fernost sowie in Australien), zum anderen
an einem neuentwickelten Produktionsverfahren. Vor allem Halogenfassungen
mit integriertem Reflektor bietet Vollmann quasi konkurrenzlos an,
hat sie patentieren lassen und hofft hierfür auf einen 20prozentigen
Landeszuschuß zu Maschineninvestitionen und Personalentwicklungskosten.
Mit 82 Mitarbeitern werden derzeit auf fünf Etagen
rund 1.500 verschiedene Artikel gefertigt und vertrieben (1985 waren
es noch 64 Leute, für 1995 rechnet man mit etwa 105). 45 Heimarbeiter
tragen mit dazu bei, daß täglich 150.000 Fassungen hergestellt werden:
immer weniger aus Porzellan und Bakelit (Duroplast), immer mehr
aus hochhitzebeständigem Thermoplast. Der Vollmann-Umsatz hat sich
seit '85 etwa verdoppelt auf im letzten Jahr 14 Mio. DM.
Endmontage, Qualitätskontrolle und Lager sollen
ausgelagert werden in den Neubau. Das bedeutet Warentransport über
die Straße In den Weiden. Axel Vollmann hält das für unproblematisch:
Rund 15 Europaletten, also nur eine große Lkw-Fuhre, fallen täglich
an.
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