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© Westfalenpost - Samstag 08.04.2002

 
 

Kritik an EU-Politik und sozialem Netz.

Gevelsberg. (kini)

Firmenchef Axel Vollmann, MdL Lothar Niggeloh und Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold im Betrieb (Foto: mace ©)

Unternehmer, Gewerkschafter und Politiker hatte die Firma Otto Vollmann an der Rosendahler Straße und die SPD-Ennepe-Ruhr nach Gevelsberg zum "Wirtschaftspolitischen Gespräch" mit Landesminister Ernst Schwanhold eingeladen.

Der Niedersachse, selbst bis 1990 in einem mittelständischen Unternehmen tätig, später stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundesfraktion und seit 22. Februar Peer Steinbrücks Nachfolger im Ministeramt, beglückwünschte nach der Firmenbesichtigung Gastgeber Axel Vollmann zu seinem betrieblichen Konzept, ehe er zu wirtschaftspolitischen Themen Stellung bezog und u. a. die Subventionspolitik der EU kritisierte. Brüssel sei weit weg, und die angelegten Kriterien entsprächen nicht immer den regionalen Bedürfnissen, meinte er nicht nur im Hinblick auf den Wegzug von Zwieback Brandt nach Thüringen. Des weiteren dachte der Minister darüber nach, ob das soziale Netz zu gesichert sei. Es wäre bei Arbeitslosen besser, für einen eigenen Arbeitsbeitrag etwas obendrauf zu packen, statt für das Nichtstun den höchsten Satz zu zahlen. Eine Machete aus Gevelsberg begleitete den Minister als Geschenk auf seinem Heimweg nach Düsseldorf.

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