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© Westfälische Rundschau - Samstag den 06.09.2003

 
 

Ausbildungsbetriebe aus Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm, Sprockhövel geehrt

Vize-Präsident Rolf Bilstein lobte duales Ausbildungssystem

Schwelm. (ST) Trotz der bundesweit schlechten Arbeitsmarktsituation und des allgemeinen Klagens kann die SIHK stolz auf 2,6 Prozent mehr Lehrstellen schauen und ehrte jetzt die 262 Ausbildungsbetriebe aus Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel in der Rosine in Ennepetal.

LINK -> Südwestfälische Industrie- und Handelskammer"Wir wollten pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr darauf aufmerksam machen, dass bei Industrie und Handel etwas für die Schaffung neuer Arbeitsplätze getan wird", so Dr. Jens Ferber, bei der SIHK für Marketing und Vollversammlung zuständig. ...

Andreas Lux, Geschäftsleiter Bildung, begrüßte die etwas über 140 Anwesenden der ausbildenden Firmen, bevor der Vize-Präsident der SIHK, Rolf Bilstein das Wort ergriff und über die allgemeine Situation der Unternehmer bezüglich Ausbildungen redete. Zum einen lobte er das duale Ausbildungssystem mit Berufsschule und Betrieb. "Hier ist Praxisnähe gegeben." Doch stößt ihm, auch in seiner Firma febi, wo momentan acht Prozent der Belegschaft Auszubildenden-Status haben, einiges sauer auf und er schoss einige Spitzen in Richtung der Gewerkschaften und Superminister Clement und legte den Anwesenden einen Zehn-Punkte-Plan vor. Erstens sei die Probezeit von 3 Monaten zu wenig, sechs wären wesentlich besser, um den Auszubildenden kennen zu lernen. "Zudem müssen die extrem eingeschränkten Kündigungsmöglichkeiten gelockert werden." Besonders beklagte er mangelhaftes Bildungsniveau der Bewerber und oftmals Defizite in der elterlichen Erziehung. "Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind für den Berufsalltag notwendig." Doch nicht nur das, auch mangelnde Flexibilität beim Berufswunsch kreidete er an. Zudem seien für den Unternehmer die Ausbildungskosten von über 90.000 Euro deutlich zu hoch, wobei gleichzeitig eine Übernahmeverpflichtung besteht. Zudem sollte die Vertragstreue auch gesetzlich festgehalten werden, da es erlaubt ist, mehrere Ausbildungsverträge zu unterschreiben und dadurch oftmals Lehrstellen frei bleiben. "Wer unterschreibt, muss auch dazu stehen!" Als letztes monierte er die Arbeitszeitverkürzung für Auszubildende, die eher mehr arbeiten sollten, da sowieso die halbe Ausbildungszeit auf Berufsschule entfällt.

Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion in der sich die Vertreter der Städte und zweier Betriebe äußerten. ... Thomas Erdelt von der Vollmann GmbH und Hans Jürgen Barth von ABC berichteten aus den Betrieben. ...

Es folgte eine Diskussion, während der die Unternehmer ihre Erfahrungen bei der Ausbildung vorstellten. Abschließend verteilte Bilstein Urkunden und Glückwünsche an die Firmenvertreter, die kurz ihr Unternehmen vorstellten und sich beim Kammer-Vize bedankten.

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