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Ausbildungsbetriebe aus Ennepetal,
Gevelsberg, Schwelm, Sprockhövel geehrt
Vize-Präsident Rolf Bilstein lobte duales Ausbildungssystem
Schwelm. (ST) Trotz der bundesweit schlechten Arbeitsmarktsituation
und des allgemeinen Klagens kann die SIHK stolz auf 2,6 Prozent
mehr Lehrstellen schauen und ehrte jetzt die 262 Ausbildungsbetriebe
aus Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel in der Rosine
in Ennepetal.
"Wir
wollten pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr darauf aufmerksam machen,
dass bei Industrie und Handel etwas für die Schaffung neuer Arbeitsplätze
getan wird", so Dr. Jens Ferber, bei der SIHK für Marketing und
Vollversammlung zuständig. ...
Andreas Lux, Geschäftsleiter Bildung, begrüßte die
etwas über 140 Anwesenden der ausbildenden Firmen, bevor der Vize-Präsident
der SIHK, Rolf Bilstein das Wort ergriff und über die allgemeine
Situation der Unternehmer bezüglich Ausbildungen redete. Zum einen
lobte er das duale Ausbildungssystem mit Berufsschule und Betrieb.
"Hier ist Praxisnähe gegeben." Doch stößt ihm, auch in seiner Firma
febi, wo momentan acht Prozent der Belegschaft Auszubildenden-Status
haben, einiges sauer auf und er schoss einige Spitzen in Richtung
der Gewerkschaften und Superminister Clement und legte den Anwesenden
einen Zehn-Punkte-Plan vor. Erstens sei die Probezeit von 3 Monaten
zu wenig, sechs wären wesentlich besser, um den Auszubildenden kennen
zu lernen. "Zudem müssen die extrem eingeschränkten Kündigungsmöglichkeiten
gelockert werden." Besonders beklagte er mangelhaftes Bildungsniveau
der Bewerber und oftmals Defizite in der elterlichen Erziehung.
"Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind für den Berufsalltag notwendig."
Doch nicht nur das, auch mangelnde Flexibilität beim Berufswunsch
kreidete er an. Zudem seien für den Unternehmer die Ausbildungskosten
von über 90.000 Euro deutlich zu hoch, wobei gleichzeitig eine Übernahmeverpflichtung
besteht. Zudem sollte die Vertragstreue auch gesetzlich festgehalten
werden, da es erlaubt ist, mehrere Ausbildungsverträge zu unterschreiben
und dadurch oftmals Lehrstellen frei bleiben. "Wer unterschreibt,
muss auch dazu stehen!" Als letztes monierte er die Arbeitszeitverkürzung
für Auszubildende, die eher mehr arbeiten sollten, da sowieso die
halbe Ausbildungszeit auf Berufsschule entfällt.
Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion in der
sich die Vertreter der Städte und zweier Betriebe äußerten. ...
Thomas Erdelt von der Vollmann GmbH und Hans Jürgen Barth von ABC
berichteten aus den Betrieben. ...
Es folgte eine Diskussion, während der die Unternehmer
ihre Erfahrungen bei der Ausbildung vorstellten. Abschließend verteilte
Bilstein Urkunden und Glückwünsche an die Firmenvertreter, die kurz
ihr Unternehmen vorstellten und sich beim Kammer-Vize bedankten.
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