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®PIUS-Check Beispiel
Otto Vollmann GmbH & Co. KG in
Gevelsberg
Kühlwasseroptimierung mit Spareffekt.
Die
mittelständische Unternehmensgruppe Otto Vollmann GmbH & Co. KG
produziert an drei Standorten in Deutschland hochwertige Komponenten
und Baugruppen. Im Rahmen eines PIUS-Checks am Standort Gevelsberg
verbesserte das Unternehmen die Kühlung seiner Zinkbäder und die
Nutzung des Kühlwassers.
Das Unternehmen produziert hauptsächlich für die
Automobilzulieferindustrie, die Leuchtenindustrie sowie die Telekommunikationsindustrie.
Die eingesetzten Basistechnologien – Kunststoffspritzguss und Metallumformung
– werden ergänzt durch eine Vielfalt von komplementären Dienstleistungen
wie zum Beispiel Werkzeug- und Sondermaschinenbau.
Die Betriebsgalvanik wird zur Verzinkung, Färbung
und zum Glanzbeizen genutzt. Für diese Prozesse wird Kühlwasser
benötigt, da sich die sauren Zink-Bäder beim elektrolytischen Verzinken
erwärmen. Um eine optimale Betriebstemperatur der Bäder sicher zu
stellen, wird eine Durchlaufkühlung genutzt. Das dabei verbrauchte
Kühlwasser wird für die nachgeschaltete Spülkaskade verwendet, in
der die verzinkten Werkstücke gesäubert werden. Bisher war die durchfließende
Wassermenge nach dem maximalen Kühlbedarf der Zinkbäder ausgelegt.
Otto Vollmann verbrauchte dadurch circa 2.000 Kubikmeter Wasser
pro Jahr.
Im PIUS-Check wurde festgestellt, dass der maximale
Kühlbedarf nur bei einer geringen Anzahl von Betriebsstunden benötig
wird. Jetzt wird das Kühlsystem gemäß des Spülwasserbedarfs ausgelegt.
Die geringere Wassermenge gewährleistet bis auf wenige Betriebsstunden
im Jahr eine ausreichende Kühlleistung. Das Unternehmen reduzierte
seinen Wasserverbrauch durch diese Maßnahme um 1.500 Kubikmeter
und benötigt heute nur noch ca. 500 Kubikmeter Wasser pro Jahr.
Besteht höherer Kühlbedarf, wird temperaturgeregelt die Durchflusskühlung
durch eine vorhandene Kälteanlage unterstützt. Die Kälteanlage befindet
sich in der unmittelbaren Nähe der Galvanik. Otto Vollmann investierte
1.000 Euro in den Umbau und spart pro Kubikmeter Wasser ca. 3,50
Euro.
Zusätzlich betreibt das Unternehmen jetzt seine
Fließspüle nach dem Färbebad mit dem bereits genutzten Spülwasser
der Passivierung, so werden rund 1.200 Kubikmeter Wasser pro Jahr
eingespart.
Auch werden die Trommeln mit den zu verzinkenden
Werkstücken nach der Dekapierung, einer sauren Vorbehandlung, in
der Standspüle des Zinkbades vorgetaucht. Die Technik des sogenannten
„Vortauchens“ basiert darauf, dass die Standspüle zunächst vor dem
Prozessbad von den Werkstücken „angefahren“ wird. Durch das Eintauchen
der Ware vor dem Prozess in die Spüle wird in etwa dieselbe Elektrolytmenge
in das elektrolytische Prozessbad eingeschleppt, wie aus der Vortauch-Standspüle
in die nachfolgenden Spülen ausgeschleppt wird. Das System führt
somit zu einer ca. 50-prozentigen Rückführung des ausgeschleppten
Elektrolyten.
Weitere Potenziale bestehen in der Verbesserung
der Wannenpositionen. Auch wird die Anlagenerweiterung um Zink-
und Eisenbäder sowie ein neues Abwasserkonzept für die Abwasserbehandlung
geprüft.
Ingesamt zeigen die in Folge des PIUS-Checks umgesetzten
Maßnahmen, dass auch bei einer vergleichsweise geringen Investition
von 1.000 Euro hohe Einsparungen von 2.700 Kubikmetern Wasser möglich
sind. Eine bedeutsame Effizienz-Steigerung muss somit nicht mit
hohen Investitionen einhergehen.
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