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SIHK: Steuern nicht erhöhen
Kammer fordert
Arbeitgeber auf, die Arbeitsbedingungen für ältere Mitarbeiter,
die bis 67 Jahre arbeiten, zu verbessern.
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Beim Wirtschaftsgespräch in der Sparkasse
drehte sich die Diskussion um Steuer, Lehrstellen und neue
Arbeitsplätze
© Rundschau
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Die geplante Gewerbesteuererhöhung stand bei
dem von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen
initiierten Wirtschaftsgespräch in den Räumen der Sparkasse im Mittelpunkt.
Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid erklärte, dass mit dem Ziel
des Haushaltsausgleichs im kommenden Jahr eine Erhöhung der Gewerbesteuer
nicht auszuschließen sei.
"Nur
ein Teil der Steuereinnahmen bleiben bei der Stadt"
Diese Aussage führte zu einer intensiven Diskussion
"Fordern Sie uns Unternehmer in konkreten
Projekten für die Stadt Sprockhövel, aber ersparen Sie uns eine
unsinnige und belastende Steuererhöhung", forderte SIHK-Vizepräsident
Axel Vollmann den Bürgermeister auf und wies darauf hin,
dass nur ein Bruchteil der Steuereinnahmen bei der Stadt verblieben.
SIHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Peter Rapp-Frick
unterstrich, dass nach dem Exportboom auch die Binnenkonjunktur
angesprungen sei. Die Betriebe investieren wieder. Zu den Risiken
zählten steigende Energie- und Rohstoffpreise, die Mehrwertsteuererhöhung
sowie mangelnde Entlastung durch die Unternehmenssteuerreform. Im
Jahr 2007 werde das Wachstum deutlich sinken, so die Prognose Rapp-Fricks.
Zur Ausbildungssituation unterstrich Rapp-Frick,
dass die Betriebe ihr Engagement aufrecht erhielten. Die Zahl der
abgeschlossenen Ausbildungsverträge liege leicht über der des Vorjahres.
Trotzdem bleibe es für Jugendliche mit schwachem Schulabschluss
schwierig, eine Lehrstelle zu bekommen. Rapp-Frick warb für enge
Kontakte von Schulen zu Betrieben. Beim Stichwort "Demographische
Veränderung" appellierte er an die Unternehmen, Arbeitsbedingungen
für ältere Arbeitnehmer zu verbessern, die künftig bis 67 arbeiten
würden.
Um in wenigen Jahren nicht vor einem Fachkräftemangel
zu stehen, gelte es, intensiv um gute Schulabgänger zu werben und
diese als Mitarbeiter zu gewinnen, sagte der Geschäftsführer vor
zahlreichen Sprockhöveler Unternehmern. Die Verbindung von Ausbildung
und Studium, die die SIHK mit der Fachhochschule Südwestfalen entwickelt
habe, biete eine ausgezeichnete Möglichkeit. Christoph Brünger,
Leiter des SIHK-Geschäftsbereiches Standortpolitik/Innovation und
Umwelt, stellte die Ergebnisse der Studie "Märkisches Südwestfalen
- Zukunft mit Industrie" vor. Wie die Region sei auch Sprockhövel
mit einem Anteil von 49 Prozent der Beschäftigten im verarbeitenden
Gewerbe nach wie vor industriegeprägt. Dabei habe sich diese Beschäftigung
auch im Vergleich mit dem Kammergebiet relativ stabil gezeigt, befinde
sich aktuell aber knapp unter dem Niveau von 1995.
"Betriebe sollten
das Wissen von Hochschulen nutzen"
"Die Industrie wird auch in Zukunft die Entwicklung
der Region bestimmen, allerdings im Verbund mit industrienahen Dienstleistungen",
so Brünger. Sprockhövel müsse der Industrie Entwicklungsmöglichkeiten
bieten, sich aber auch als Standort für Dienstleistungen zu profilieren.
Hier stehe Sprockhövel in großer Konkurrenz. Empfahl die Zusammenarbeit
von Unternehmen und Hochschulen sowie die Zusammenarbeit mit Nachbarstädten.
Sprockhövel müsse der Industrie Entwicklungsmöglichkeiten bieten,
sich aber auch als Standort für Dienstleistungen profilieren. Hier
stehe Sprockhövel in großer Konkurrenz. Er empfahl die Zusammenarbeit
von Unternehmen und Hochschulen sowie die Zusammenarbeit mit Nachbarstädten.
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